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Ostern in Albanien

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  • Beitrags-Kommentare:2 Kommentare

In der Fastenzeit hatte ich meine Aktivität in den sozialen Medien etwas zurückgefahren. Auch mein letzter Blogbeitrag ist schon eine ganze Zeit her. Nun liegt mein erstes Osterfest in Albanien hinter mir. Es war eine volle, intensive Zeit. Wir waren viel unterwegs und dennoch gab es die persönlichen ruhigen Momente.

Auf Instagram habe ich heute ein paar Fotos der Kar- und Ostertage gepostet, die ich natürlich auch hier veröffentlichen möchte. Anhand der Bilder geht es also nun durch die Karwoche.

Der Gründonnerstag hat für uns früh angefangen. Am Morgen sind wir nach Vau-Dejes gefahren, um mit unserem Bischof und den Priestern der Diözese die Chrisammesse zu feiern. Ohne wieder nach Hause zu fahren, ging es dann gleich weiter mit dem ersten Gottesdienst vom letzten Abendmahl, an den sich dann eine Reihe weiterer anschlossen. In Albanien gilt seit einigen Monaten eine nächtliche Ausgangssperre. Zwischen 20 Uhr am Abend und 6 Uhr morgens darf man das Haus nicht verlassen. Für uns bedeutete das, nicht nur am Gründonnerstag, sondern an allen Feiertagen, dass unsere Gottesdienste früher als üblich stattfinden mussten.

Mit frühlingshaftem Wetter begann für uns also das Triduum. Mancherorts standen einige Bäume schon in Blüte, wie hier auf dem Foto, aufgenommen von den Treppenstufen der Kirche in Breg, zu sehen ist.

Auf den jährlichen großen Kreuzweg in der Fastenzeit, mit mehreren hundert Teilnehmern aus verschiedenen Orten, haben wir dieses Jahr verzichtet. Am Karfreitag gab es dann in Kryesi, Breg und hier in Fushë-Arrëz jeweils kleinere Versionen.

In Fushë-Arrëz zogen wir betend durch den oberen Teil der Stadt und beendeten den Kreuzweg in unsere Kirche. Die Feier vom Leiden und Sterben Christi (Karfreitagsliturgie) schloss sich dann direkt an.

„Gezuar Pashket“ (Frohe Ostern) steht auf dem Banner, dass unsere Mitarbeiter Gentian und Franz am Samstag bei den Vorbereitungen auf das Osterfest vor der Kirche aufhängen. Der Schriftzug könnte schon gut 25 Jahre alt sein, meinte Schwester Gratias. Damals gab es in Albanien, und besonders hier in der Bergregion, nur wenig. Noch viel mehr als heute musste improvisiert werden. Aus Stoffresten hatten sie dann das Banner mit dem Ostergruß zusammengenäht.

Am Samstagnachmittag begannen wir dann mit den ersten Ostergottesdiensten. Wobei um 14 Uhr noch nicht so richtig das Osternachts-Feeling aufkommen will.

Eine besondere Herausforderung war für uns, dass gleich beide Autos plötzlich einen Defekt am Motor, bzw. an der Batterie hatten. Der Höhepunkt war aber ein Reifenschaden auf dem Weg zum Gottesdienst in Lumardh.

Obwohl es der Wetterbericht bereits angekündigte, hatte doch keiner so richtig daran geglaubt. Aber er kam dann doch: der Schnee. Weiße Ostern – wer wünscht sich das nicht? Dem roten Ostereier in Qafë Mali fällt das verstecken im Schnee sichtlich schwer.

Ein Winterwunderland bot sich uns am Ostermontag auf der Fahrt in die Dörfer Mëzi, Dardhë und Qebik.

Das eben bereits erwähnte technische Problem am Motor des Land Rovers begleitete uns auch auf der Fahrt am Ostermontag. Bergan musste es langsamer gehen als gewöhnlich. Der Motor lief so heiß, dass wir mehrmals Kühlwasser nachfüllen mussten. Zum Schluss mussten alle Wasservorräte, die wir im Auto bei uns hatten, in den Tank – sogar das Weihwasser.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Wolfgang

    Lieber Christian, interessanter Bericht und schöne Bilder von deinem Wirkungsbereich in Albanien.
    Noch viel Freude bei deiner Arbeit in der Mission. Ich freue mich schon auf unsere Klosterwoche in Gschnon,

    Liebe Grüße
    Wolfgang

    1. christian

      Danke Wolfgang! Freue mich auch schon total auf die Woche in Gschnon =)

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