Seit dem Sommer 2020 lebe ich in Albanien. Genauer gesagt in Fushë-Arrëz, einer im Kommunismus errichteten Arbeiterstadt in der Bergregion im Norden des Landes. Wir Kapuziner arbeiten zusammen mit Schwester Gratias in der Seelsorge in rund 80 Kilometern Umkreis von Fushë-Arrëz und engagieren uns in vielen sozialen Projekten, um die Menschen in einer der ärmsten Gegenden Europas zu unterstützen. Hier im Blog berichte ich in unregelmäßigen (manchmal auch größeren) Abständen von Erlebnissen und Begegnungen in meinem albanischen Alltag.

Diese Seite befindet sich noch im Aufbau. Über die kurzen Blogbeiträge hinaus, soll es in Zukunft noch mehr Informationen rund um die Missionsstation Fushë-Arrëz, über das Land und die Menschen in Albanien geben. Wenn ich Zeit und Muße finde, wird hier also noch viel passieren. Bleib also gespannt und schau gerne immer wieder vorbei.

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In dieser Woche erwarten wir zwei Hilfstransporte zufällig sind beide gleichzeitig an der albanischen Grenze angekommen. Sie sind hintereinander in…

Missionsstation Fushë-Arrëz

Schwester Gratias und Schwester Bernadette kamen nach der Wende, im April 1995 nach Fushë-Arrëz. Zunächst fanden sie Unterkunft in einem Hotel, dann kaufte der Bischof das Grundstück mit dem kleinen Haus, in dem jetzt Bruder Andreas und ich wohnen. Über mehrere Jahre hinweg entstand die Missionsstation. Nach und nach wurden die Gebäude auf dem Gelände errichtet. Ein Garten wurde angelegt, ein Stall gebaut und ein Lager für Baumaterialien und Hilfsgüter errichtet. Bald entstand auch der Kindergarten. Verschiedene Erweiterungen folgten. 2016 kehrte Schwester Bernadette nach Deutschland zurück. Am 27. April 2020 konnte die Missionsstation nach 25 Jahren ihr Jubiläum feier. Wegen der Coronapandemie musste das geplante Fest allerdings abgesagt werden. Unser Bistum, die Diözese Sapa hat anlässlich des Jubiläums einen wirklich schönen Artikel in albanischer Sprache veröffentlicht.

Missionsstation Fushë-Arrëz

Meine Sendung

Provinzalminister Christophorus und Bruder Christian mit Missionskreuz

Die Gegebenheiten im Corona-Jahr 2020 waren schon verrückt. Alles kam anders, als geplant. Ich kam von Stühlingen nach Frankfurt, um dort die Grundlagen der albanischen Sprache zu lernen. Eigentlich sollte ich dort nur drei Monate bleiben und Ende März nach Albanien gehen. Doch dann kam Corona. Schließlich war ich über ein halbes Jahr in Frankfurt, fand dort eine Aufgabe im Franziskustreff, beim Frühstück für Obdachlose und Arme Menschen. Als dann das Reisen wieder möglich war, habe ich mich auf den Weg gemacht. In Frankfurt wurde ich in einer liturgischen Feier im Gottesdienst ausgesandt. Unser Provinzialminister Bruder Christophorus überreichte mir das Missionskreuz. In Albanien bin ich zur Unterstützung von Bruder Andreas und Schwester Gratias in Fushë-Arrëz. Gerade versuche ich hier richtig anzukommen. Die Sprache ist noch eine große Hürde im Kontakt mit den Menschen. Daran arbeite zurzeit und versuche mich dort einzubringen, wo es mir möglich ist. Später werden andere spannende Aufgaben dazukommen.